# 26. Februar 2016

Video-Content durch Smart Production – Bewegtbild-Produktion mit Mehrwert

Wer Content für Social Media, Websites und Blogs erstellt, kennt die Herausforderung: Es wird immer schwieriger, die Aufmerksamkeit der Nutzer auf die eigenen Inhalte zu lenken; gleichzeitig sind neue Beiträge in immer kürzeren Intervallen gefragt. Auch Bewegtbild wird von dieser Dynamik nicht verschont. Kaum ist ein Video veröffentlicht, wird es schon von neueren Inhalten verdrängt. Wie lohnt sich unter diesen Umständen die Produktion von Premium-Videos? Die Lösung lautet Smart Production – wir erklären, wie das Prinzip funktioniert.

„Wie hole ich möglichst viel aus dem Budget heraus?“

Für Konzerne und Mittelständler können Qualität und Originalität eines Videos den feinen Unterschied im Wettbewerb um Aufmerksamkeit ausmachen – gleichzeitig steht oft nur ein beschränktes Budget für Dreh und Postproduktion zur Verfügung. Um den Nutzern spannenden Content und qualitativ hochwertige Videos bieten zu können, muss die Produktion und Verwertung des Materials so effizient wie möglich gestaltet werden.

Von dem Material, das beim Dreh eines Videos entsteht, wird meist nur ein kleiner Teil für die finale Version verwendet; der Rest wird archiviert und gerät mit der Zeit in Vergessenheit. So gehen Schmuckstücke verloren, aus denen beispielsweise weitere Clips, Teaser oder Making-Of-Videos entstehen könnten. Sofern das Rohmaterial sicher archiviert ist, kann es auch für künftige Produktionen herangezogen werden. Ein Beispiel hierfür sind Rückblick-Videos zu Jubiläen oder Meilensteinen – wie etwa das Video, mit dem Sirona eine Million YouTube-Views feiert. Hierfür haben wir beispielsweise Szenen verwendet, die wir für Sironas CEREC30-Event in Las Vegas gedreht haben. Oft können außerdem aus einem einzigen Film mit geringem Aufwand mehrere Versionen entstehen, etwa um die Zielgruppen über weitere Kanäle anzusprechen. Fabian Borst (F.B.) aus dem LINGNER.COM Bewegtbildteam erklärt im Gespräch mit Claudia Kirsch (C.K.), was sich darüber hinaus hinter dem Prinzip „Smart Production“ verbirgt.

 

 

C.K.: Was bedeutet Smart Production im Film und wie profitieren Unternehmen davon?

F.B.: Wenn „smart“ produziert wird, werden vor allem zwei Dinge optimiert: Zum einen der Drehtag und zum anderen das Footage, also das Filmmaterial. Beides wird effizienter genutzt. Man muss bedenken, dass ein Drehtag nicht billig ist. Entscheiden sich Unternehmen für die Produktion von Videomaterial, sollten die vorhandenen Potenziale deshalb voll ausgeschöpft werden. Ist das Videoteam mit der gesamten Technik erst einmal vor Ort, stellt es keinen großen Mehraufwand dar, mehr Material zu produzieren, als für den ursprünglichen Zweck nötig wäre.

C.K.: Wie sieht das in der Praxis aus?

F.B.: Nehmen wir an, dass ein Unternehmen ein großes Event veranstaltet. Nun entsteht die Idee, das Ganze in bewegten Bildern festzuhalten. Zunächst ist eine zwei- bis dreiminütige Eventdoku geplant, die auf der Facebookseite des Unternehmens gezeigt werden soll. Verbunden ist das natürlich mit einem gewissen Aufwand. Am Drehtag müssen Redakteur und Kameramann vor Ort sein, außerdem ist im Vorfeld eine detaillierte Konzeption sowie eine konkrete Drehplanung und das dazugehörige Projektmanagement notwendig. Anschließend fällt die Postproduktion inklusive Audiobearbeitung und grafischen Arbeiten an. Der Aufwand ist also hoch. Ausgespielt werden soll diese Eventdoku nach der Veranstaltung allerdings nur ein Mal. Dabei lässt sich mit guter Planung die Effizienz des Drehtags erheblich steigern. So können neben der Eventdoku beispielsweise ein Interview mit dem Vorstand für das Intranet und den Relaunch des Imagefilms entstehen, ein Behind the Scenes-Video mit Employer Branding-Schwerpunkt und ein lustiges Outtakes-Video für die Weihnachtsfeier.

Grundsätzlich sollten im Vorfeld eines Videodrehs folgende Optionen diskutiert werden:

  • Eine weitere Person macht beim Dreh zusätzlich Fotos. Diese können je nach Inhalt beispielsweise auf Facebook als Carousel Post Produktneuigkeiten ankündigen oder als Lead Ad die Kontaktaufnahme mit Interessenten vereinfachen.
  • Es werden zusätzliche interessante Einstellungen gedreht, um einen Teaser als Ankündigung für zukünftige, ähnliche Events zu produzieren.
  • (Prominente) Teilnehmer einer Veranstaltung werden in Kurzinterviews befragt. Diese Clips können sowohl in einer Eventdoku als auch in separaten Videos ausgespielt werden.
  • Eine Fotobox muss nicht nur der Unterhaltung dienen. Im Anschluss kann daraus auch ein Social Media Fotowettbewerb oder ein Facebook-Album entstehen.
  • Vor Ort können weitere Aufnahmen gedreht werden, etwa vom Unternehmensgebäude. Diese Aufnahmen können für ein Unternehmensportrait, einen Imagefilm oder die Unternehmenswebsite genutzt werden.

Smart Production – durchdacht von Konzeption bis Postproduktion

 

C.K.: Was ist in der Konzeptionsphase eines Drehs besonders wichtig?

F.B.: Die Grundvoraussetzung für eine gelungene Smart Production ist die offene Kommunikation und enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Agentur, insbesondere in der Konzeptphase. So können bereits zu einem frühen Zeitpunkt Ideen und Möglichkeiten zum Dreh, dem Setting und der anschließenden Verwendung des Materials bezüglich Inhalt, Format und Kanal besprochen werden. Wir klären beispielsweise, wer vor Ort ist und ob wir mit diesen Personen kurze Interviews drehen können, die sich etwa als Expertentipps für Facebook aufbereiten lassen. Ein weiteres Beispiel ist der Kinospot „Sei ein Pro“, den wir für Würth Elektronik gedreht haben. Aus dem Spot entstand eine ganze Kampagne, inklusive eigener Microsite. Hier haben wir übrigens auch noch ein Making-of erstellt.

 

 

C.K.: Und was muss beim eigentlichen Dreh vom Filmteam beachtet werden?

F.B.: Ein effizienter Drehtag basiert immer auf einer sorgfältigen Planung: Wann passiert was? Wer ist der Ansprechpartner vor Ort? Wer kennt die Location? Es reicht aber nicht aus, wenn sich Redakteur und Kameramann strikt am Drehplan orientieren, sie müssen auch aktiv mitdenken. Ergibt sich die Chance, interessanten Content festzuhalten – wie etwa den spontanen Besuch eines prominenten Gastes – müssen sie umgehend reagieren. Je nach Veranstaltung macht es Sinn, zusätzlich einen Fotografen vor Ort zu haben. Und natürlich muss das Equipment geeignet sein, die Location und Motive perfekt in Szene zu setzen. Für den Dreh der SACHS Roadshow haben wir deshalb beispielsweise auch eine Kameradrohne eingesetzt.

 

 

C.K.: Bei Smart Production spielt auch die Postproduktion eine wichtige Rolle…

F.B.: Genau. Hier ist es wichtig, dass der Redakteur und der Cutter mitdenken. Oft entstehen auf Basis des vorhandenen Materials weitere Ideen. Mit wenig Aufwand können aus einem Film etwa Serienposts entstehen. Außerdem sind verschiedene Länderversionen, Versionen für unterschiedliche Zielgruppen, die Auskopplung von Teasern, kurzen Clips und Behind the Scenes-Videos denkbar. Unternehmen bekommen somit bei vernünftigem Budgeteinsatz mehr qualitativ hochwertigen Bewegtbildcontent, den sie zu unterschiedlichen Zeitpunkten auf unterschiedlichen Kanälen veröffentlichen können. Smart Production bedeutet also Dreh mit Mehrwert – im wahrsten Sinne des Wortes.

Warum ist LINGNER.COM der perfekte Partner, wenn es um Smart Production geht?

  • Wir können auf eine große Expertise im Bereich Bewegtbild zurückgreifen.
  • Durch langjährige Kundenbeziehungen kennen wir die Bedürfnisse unserer Kunden genau. Der offene Austausch steht dabei im Fokus.
  • Kampagnendenken ist in der Geschäftsphilosophie verankert und wird aktiv gelebt.
  • Wir verbinden Bewegtbildkompetenz mit digitaler Medienkompetenz. Unser Bewegtbildteam arbeitet eng mit unserem Social Media Bereich zusammen.

Video-Content durch Smart Production – so geht Bewegtbild-Produktion mit Mehrwert



Claudia Kirsch
Projektmanagement // PR // Social Media
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Claudia Kirsch