# 03. Dezember 2014

What’s Up, WhatsApp? – Wie Unternehmen Mobile Messenger effektiv nutzen #AFBMC

Die Zeiten, in denen Nutzer auf sozialen Plattformen alles über sich preisgeben, öffentlich ihre Bilder posten oder sich gar öffentlich mit anderen Nutzern austauschen sind Schnee von gestern! Das Bedürfnis nach geschlossener Kommunikation steht im Vordergrund, wenn es darum geht, online zu kommunizieren.
Mobile Messenger bieten dafür eine optimale Plattform. Nicht umsonst sind Messenger Apps die am schnellsten wachsenden Social Apps.

WhatsApp ist mit über 600 Millionen Nutzern der mit Abstand am beliebteste Messenger und legt mit täglich einer Million neuen Nutzern einen steileren und rasanteren Anstieg hin, als es bei Facebook und Co. der Fall war. Es ist also höchste Zeit, die App und vor allem ihre attraktive Zielgruppe für Unternehmenszwecke zu nutzen.

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Im Vortrag „What’s Up, WhatsApp“ zeigten Klaus Breyer & Philipp Thurmann von Buddybrand konkrete Beispiele, wie sich Unternehmen und Organisationen den beliebten Messenger zunutze gemacht haben.

What’s Up, WhatsApp? – Wie Unternehmen Mobile Messenger effektiv nutzen

Mobile Messenger Marketing kann, wie im klassischen Marketing auch, One-to-One, One-to-Many oder Many-to-Many stattfinden. Für jede Variante hatten Breyer und Thurmann interessante Möglichkeiten dabei:

One-to-One: Hier geht es speziell um den Dialog und das persönliche Markenerlebnis.

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Der Spirituosenhersteller Absolut Vodka hat per WhatsApp zur Challenge aufgerufen!
Um den Launch ihrer Limited Edition Absolut Unique in Argentinien zu feiern, wurde eine exklusive Party veranstaltet. Eintritt wurde nur denjenigen gewährt, die es schafften, per WhatsApp den fiktiven Türsteher Sven zu überzeugen. Mit über 600 Kontakten und mehr als 1000 Bildern, Videos und Sprachnachrichten, die erstellt wurden, um einen heißbegehrten Platz auf der Party zu bekommen, konnte diese Marketingkampagne ein sehr hohes Engagement der Community erzielen.

 

Ein anderes Beispiel, wie Unternehmen WhatsApp marketingfördernd einsetzen können, ist die Kampagne Hellman’s WhatsCook“. Per Messenger können sich die User zuhause am Herd direkte Unterstützung bei echten Köchen holen und sich beraten lassen, welches Gericht sich aus ihren noch vorhandenen Zutaten im Kühlschrank zaubern lässt. Der Live-Rezept-Service funktionierte! Mit weniger als 900 Dollar Mediabudget wurden in zehn Tagen über 8000 registrierte User gezählt und die durchschnittliche Interaktionszeit mit der Marke betrug 65 Minuten pro User.

 

 

One-to-many: Ein Absender spricht eine große Zielgruppe an. WhatsApp schafft es mit Push Notifications in den Alltag der Nutzer.

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SRF – Das Schweizer Radio und Fernsehen – nutzte WhatsApp als erstes deutschsprachiges Medienunternehmen, um interessierte Bürger am Tag der nationalen Abstimmungen News und Hintergründe zu liefern. Ein optimaler Weg, um die gewünschte und in diesem Fall jüngere Zielgruppe gezielt dort anzusprechen, wo sie sich auch aufhält – direkt auf ihrem Smartphone.

Many-to-Many: Der WhatsApp Sharebutton ermöglicht es, die Shareability von Content in WhatsApp zu erhöhen und erzielt mittlerweile sogar schon mehr mobile Shares als über Twitter.

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Auch die Sendung The Voice of Germany springt auf den WhatsApp-Zug auf und ermöglicht es den Fans, ein Bild mit einem Spruch zu versehen und das Ganze dann direkt per Messenger zu teilen. Ein idealer Weg, die Zuschauer nicht nur vor dem Fernseher an die Sendung zu binden, sondern auch um direkt auf dem Smartphone im Gespräch zu bleiben.

Mein persönliches Fazit:
Dass der WhatsApp Datenschutz nicht lupenrein ist, muss ich nicht erwähnen. Dass der Nutzen des Messengers die Bedenken der User übersteigt, dürften wohl viele von uns selbst am besten wissen. Und deshalb ist er eben auch so beliebt – aus Marketingsicht also ein super Instrument, um Zielgruppen noch persönlicher anzusprechen und aktiv mit ihnen zu interagieren. Das Schöne daran: Der Nutzer kann selbst entscheiden, ob er den Kontakt möchte oder nicht. Der Vortrag hat für mich gut die drei Kommunikationswege für WhatsApp und Co. aufgezeigt und mich durch die Beispiele inspiriert!

 

Den Intro-Artikel zum diesjährigen AllFacebook Marketing Conference Rückblick gibt es hier.
Teil 1: Die McDonald’s Transformation – Zwischen Brand-Love & -Hate
Teil 2: Content Marketing – Was müssen Unternehmen im Social Web beachten?
Teil 3: Willkommen in der Echtzeit!
Teil 4: Service-Kanäle in den Sozialen Medien am Beispiel „Telekom hilft“
Teil 5: Always on dank Smartphone & Co. – Doch was kommt danach?
Teil 6: Erfolgreich auf Facebook mit relevantem Content statt bezahlter Werbung



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