# 07. November 2014

Beitrag zur Blogparade „Azubi 2014“ – Dual studieren bei LINGNER.COM

Dieser Artikel erscheint im Rahmen der Blogparade “Azubi 2014: Lohnt sich die Ausbildung noch?” – Eine Aktion der Krones AG und der Karrierebibel. Den Ursprungsbeitrag finden Sie hier: Blogparade Azubi 2014

Dual studieren, erst mal eine Ausbildung machen oder an der Universität studieren – Absolventen stehen nach dem Abitur vor der großen Frage, wie es weiter geht, denn die Anzahl der Ausbildungsarten in Deutschland ist groß. Ein mittlerweile sehr beliebter Weg ist das duale Studium.

Im Interview erzählen unsere ehemalige D.H.-Studentin Mareike und unser aktueller D.H.-Student Florian, von ihren Erfahrungen mit dem dualen Studiengang Mediendesign an der DHBW Ravensburg.

Mareike & Flo Blogparade

Warum habt ihr euch für ein duales Studium entschieden?

Mareike: Für mich war es wichtig, zu studieren. Trotzdem wollte ich parallel unbedingt Praxiserfahrung sammeln und einen Einblick in ein Unternehmen bekommen. Mit dem dualen Studium konnte ich beides verbinden. Jetzt habe ich einen Bachelor-Abschluss und Berufserfahrung!

Florian: Genau! Außerdem hat für mich das duale Studium auch den Vorteil, dass ich nebenher schon etwas Geld verdiene. Das würde mir bei einem reinen Studium wahrscheinlich fehlen.

Welche großen Vorteile seht ihr in der dualen Ausbildung?

Florian: Ich finde gut, dass der Alltag geregelter ist. Während man bei einer Ausbildung tageweise in der Schule bzw. im Unternehmen ist, weiß ich, dass ich drei Monate am Stück entweder in der Agentur oder an der Hochschule bin. Außerdem kann ich das in der Theorie gelernte gleich im Anschluss in der Praxis anwenden.

Mareike: Das finde ich auch sinnvoll. Schließlich kann man sich so länger am Stück und tiefergehend mit den jeweiligen aktuellen Projekten beschäftigen. Dennoch tut nach drei Monaten ein wenig Abwechslung gut!

Warum habt ihr euch bewusst gegen eine klassische Ausbildung entschieden?

Mareike: Da ich bereits eine rein schulische Ausbildung als Grafik-Designerin  absolviert hatte, wollte ich endlich Praxisluft schnuppern und Berufserfahrung sammeln. Dennoch hatte ich den Wunsch, mich weiterzubilden.

Florian: Für mich war eine Ausbildung gar kein Thema. In der Schule wird einem vermittelt, dass ein Studium der nächst Größere Schritt ist. Darum gab es für mich keine Alternative als ein Studium.

War es für euch schwierig ein passendes Studienfach zu finden?

Florian: Wir wussten beide, in welche Richtung es gehen soll. Daher war die Studienfachwahl recht einfach, denn in unserem Bereich gibt es nur ganz wenige duale Studiengänge. So hat sich der Studienfach-Dschungel zum Glück schon etwas gelichtet!

Blogparade “Azubi 2014” – Dual studieren bei LINGNER.COM

Wie beurteilt ihr die Schwierigkeit, ein passendes Unternehmen zu finden?

Mareike: Die Hochschule bietet eine Liste mit Partnerunternehmen an. Ist jedoch nichts Passendes dabei oder sind schon alle Plätze vergeben, wird es schon etwas schwieriger. Man kann Unternehmen direkt ansprechen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass hier noch eine große Hürde ist. Vor allem kleinere Unternehmen – oder in unserem Falle kleinere Agenturen – kennen das duale System noch gar nicht oder sind zu klein, als dass sich der Aufwand für sie lohnen würde. Schließlich ist es auch eine Kostenfrage, denn der Student fällt ja immer wieder für drei Monate komplett aus.

Florian: Gerade kreative Studiengänge sind derzeit sehr beliebt und die Plätze daher begrenzt. Ein guter Tipp ist übrigens auch, sich an die Agentur für Arbeit zu wenden! Auch sie helfen bei der Suche nach einem Partnerunternehmen weiter.

Worin unterscheidet sich ein Studium im kreativen Bereich von einem „normalen“ Studium?

Mareike: Bei uns gibt es nur wenige Vorlesungen im klassischen Sinne. Wir arbeiten viel im Atelier, haben nur wenige schriftliche Prüfungen und werden ansonsten anhand unserer praktischen Abgaben und Projekte beurteilt.

Florian: Das ist Learning-by-doing! Man verinnerlicht so die Prozesse gleich und muss nicht so viel auswendig lernen. Selbst gemachtes prägt sich oft besser ein!

Mareike: Das Problem ist nur das Machen an sich und das braucht Zeit! Oft steht man unter Zeitdruck und muss innerhalb weniger Tage eine passende Idee entwickeln, die z.B. auch zum Kunde passt und überzeugt. Das ist vor allem schwer, wenn man kurz vor der Abgabe noch einmal alles umwirft, weil man nicht überzeugt ist!

Florian, du beginnst gerade erst mit deinem dualen Studium. Welche Erwartungen hast du?

Florian: Natürlich habe ich mir das ausgesucht, was mir Spaß macht. Ich bin sicher, dass es teilweise stressig werden wird, freue mich aber auf die neue Herausforderung. Ich denke, die neuen Lernprozesse an der Hochschule und natürlich das Arbeitsleben an sich werden mich sehr voran bringen und das ist ja auch das Ziel! Nach dem Studium will ich mein Handwerk beherrschen und ein guter Mediendesigner sein!

Mareike, du hast dein Studium erfolgreich abgeschlossen. Gibt es etwas, das du verändern würdest?

Mareike: Das Studium an sich ist sehr komprimiert. Gerade, wenn man einen kleinen Einblick in ein Themengebiet erhalten hat, ist das Semester schon wieder vorbei und man hat kaum eine Möglichkeit, sich richtig auf ein Gebiet, das einem besonders liegt, zu spezialisieren. Dafür hatte ich mir oft ein Semester mehr gewünscht. Dennoch würde ich es sofort wieder machen!



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