# 06. Februar 2015

Facebook Business Manager: Eine praxisorientierte Einführung in das neue Verwaltungstool

Facebook for Business

Als Social Media- und Community Manager ist es nicht immer einfach, den Überblick über all seine Facebook-Seiten, zahlreichen Ad-Kampagnen, aktiven Applikationen sowie Zugriffsrechte aller Administratoren zu behalten. Doch ich kann Sie beruhigen – unzählige Gleichgesinnte aus unserer Branche kennen diese Problematik und warten seit Langem auf Unterstützung des Sozialen Netzwerkes.

Facebook Lead Whitepaper

Mit dem hauseigenen Tool, dem Business Manager, bringt Facebook Entwirrung in das komplexe Kampagnen-Management des Social Media Riesens. Ziel des Managers ist es, größere Unternehmen und Agenturen bei der Verwaltung von Facebook-Kampagnen zu unterstützen. Das Tool bündelt alle Seiten, Werbekonten, Applikationen und zuständigen Personen an einem Ort und bietet eine strukturierte Darstellung auf einem Blick.

Ab dem 16. Februar 2015 werden weltweit alle gemeinsam verwalteten Werbekonten (Gray Accounts und Shared Logins) zwangsweise in den Business Manager migriert.

Facebook for business

Migration der eigenen Facebook-Seite

Die Person, die den Business Manager einrichtet, sollte alle relevanten Facebook-Seiten und zusätzlichen Werbekonten, Applikationen etc. verwalten. Bevor die Migration im Facebook Business Manager durchgeführt werden kann, sollten alle IDs der jeweiligen Seiten (in den Einstellungen im Reiter „Seiteninfo“ zufinden), sowie auch alle notwendigen Geschäfts-Email Adressen der Kollegen, die Zugriffe erhalten sollen, vorliegen.

Im ersten Schritt wählt man zwischen drei unterschiedlichen Rollen aus: Agentur, Werber oder Entwickler. Ebenfalls die Anzahl der Facebook-Seiten und zu administrierenden Personen wird von Facebook erfragt. Darauffolgend wird der Name des Unternehmens, sowie auch die primäre Wunschseite mittels eines Dropdownmenüs vorgeschlagen – hierbei sollte dringend beachtet werden, die eigene (Corporate-) Unternehmensseite als „Mutterseite“ zu wählen. Im letzten Schritt wird abschließend nach Vor- und Nachname, sowie auch nach geschäftlicher Email-Adresse gefragt. Bevor die Migration final bestätigt wird, warnt Facebook ausdrücklich davor, dass die Umstellung nicht mehr rückgängig gemacht werden kann – einmal Business Manager, immer Business Manager! Sobald das Tool mit der eigenen Seite verknüpft ist, wird man auf das neue Dashboard weitergeleitet.

Profil Editor

Besucht man darauffolgend mit seinem privaten Facebook-Account die eigene Seite, wird auffallen, dass hier keinerlei Möglichkeiten mehr existieren, Änderungen vorzunehmen – die Seite erscheint im Layout eines Nicht-Fans. Lediglich der Button „Verwalte deine Seite mit dem Business Manager“ führt zur bekannten Administrations-Sicht im abgegrenzten Tool.

Business Manager

Arbeitsabläufe in einem Dashboard

Vom Dashboard aus können nun alle weiteren Facebook-Seiten, Werbekonten, Applikationen etc. angelegt werden und sind von hieraus einseh- und änderbar. Auf diese Weise kann problemlos, mit deutlich weniger Klicks als bisher, zwischen den verschiedenen Facebook-Seiten gewechselt und administriert werden.

Dashboard

Die Trennung zwischen Privatem und Beruflichem

Um Zugriffe auf die erforderlichen Seiten zu erhalten, sind mit dem Business Manager künftig keine Facebook-Freundschaften mehr notwendig. Obwohl die Anmeldung im Tool über den privaten Facebook-Account erfolgt, sind im Business Manager selbst nur Name, Emailadresse des Unternehmens und deren Berechtigungen für andere Personen sichtbar.

Trennung zwischen Privatem und Beruflichem

Kontrolle über die Zugriffsrechte

Das neue Tool ermöglicht eine strukturierte Übersicht aller Administratoren und deren Zugriffsrechte.

Zugriffsrechte-Kontrolle

Die Zugriffsrechte für Administratoren sind besonders vielfältig. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Basis-Optionen, bevor weitere Unterrollen vergeben werden:

  • Der Administrator des Unternehmens kann alle Unternehmenseinstellungen verwalten, Konten löschen oder Personen ergänzen.
  • Der Mitarbeiter des Unternehmens hingegen kann lediglich alle Informationen in den Unternehmenseinstellungen sehen, aber keine Änderungen vornehmen.
  • Der Seitenadministrator kann Rollen für die Seite verwalten, Nachrichten sowie auch Beiträge schreiben, Werbeanzeigen erstellen und Statistiken angezeigt bekommen.
  • Der Seiteneditor kann die Seite bearbeiten, Nachrichten und auch Beiträge schreiben, Werbeanzeigen erstellen und Statistiken angezeigt bekommen.
  • Der Seitenmoderator kann Kommentare auf der Seite beantworten und löschen, Nachrichten senden, Werbeanzeigen erstellen und Statistiken angezeigt bekommen – er kann keine Beiträge im Namen der Seite erstellen.
  • Der Werbetreibende der Seite kann Werbeanzeigen erstellen und Statistiken angezeigt bekommen – er kann keine Beiträge im Namen der Seite erstellen.
  • Der Analyst der Seite kann Statistiken angezeigt bekommen – er kann keine Beiträge im Namen der Seite erstellen.

Im Bereich der Werbekonten unterscheiden sich die Rollen des Administrators:

  • Der Administrator des Werbekontos kann jede Art von Kampagnen, Berichten, Rechnungen und Genehmigungen für Konten verwalten und Ausgabelimits für Werbekonten festlegen.
  • Der Werbetreibende des Werbekontos kann Werbeanzeigen sehen, bearbeiten und Zahlungsmethoden einrichten.
  • Der Analyst des Werbekontos hat Einsicht in die Leistung der Werbeanzeigen.


Nora Kessler
Projektmanagement // Community Management
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Nora Kessler