Unglaublich gewichtige Worte wabern derzeit wie dicker Londoner Nebel
durchs globale und globalisierende Web: „Konsumentendemokratie“ ist derzeit
so einer. Und der Begriff spaltet die Marketingstrategen in Zögerer und ungestüme Macher.
Konsumentendemokratie, das klingt so herrlich transparent, so erfrischen basisnah.
Und das ist es auch. Möglich wurde das Keyword, Sie erahnen es bereits, durch das viel zitierte „Mitmachweb 2.0“. Spätestens seitdem die Kunden im Web Produkte und Dienstleistungen quasi um die Wette bewerten, ihre Urteile im Nu um den Globus posten und in Foren und Blogs ihre maßgebliche Meinung kundtun, befinden sich einige Unternehmen in – sagen wir – Agonie. Während wieder andere ihre Chance erkennen und den Kunden aktiv in die eigene Firmenkommunikation einbinden.
Oft übrigens mit Erfolg. In Mode-Unternehmen wie lafraise.com beispielsweise bestimmen Nutzer heute schon wie kommende T-shirt-Kreationen auszusehen haben. Andere Firmen supporten ganz direkt den virtuellen und offenen Meinungsaustausch.
Bangemachen gilt also nicht – Meinung zählt. Die Marktforschung lehrt uns: Gerade bei den 16- bis 20-Jährigen nutzen schon jetzt rund 35 Prozent Weblogs, Wikis oder Web-Communities. Sie sind die Klientel von morgen, um die sich die Unternehmen virtuell balgen müssen (Quelle www.acquisa.de, 09/2008).
Und doch: Es bleiben Fragen. Wie erreiche ich die potentiellen künftigen Powershopper? Gibt es einen Königsweg? Reicht das einfache Auflegen von Unternehmensblogs und wie bringen wir diese zum Fliegen?
Haben Sie die Antwort?


