Von der Webseite zur Webpräsenz*

Bas­tian Scher­beck hat Recht. Er macht in sei­nem lesens­wer­ten Blo­g­ar­ti­kel “Google ist deine Home­page (noch)” klar warum es “heut­zu­tage” nicht aus­reicht eine nette Cor­po­rate Web­site ins Netz zu stel­len und auf Besu­cher zu warten.

Die Begrün­dung sieht er im Nut­zer­ver­hal­ten. So ruft der durch­schnitt­li­che Nut­zer nur einige wenige Domains direkt auf, son­dern bedient sich viel­mehr der Suche als Ein­stieg ins Netz.

Soweit noch nichts neues. Das Wis­sen um die Bedeu­tung der Such­ma­schi­nen hat sich schon bis in die Mar­ke­ting­ab­tei­lun­gen vie­ler Unter­neh­mens her­um­ge­spro­chen. SEO (Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung) und SEM (Such­ma­schi­nen­mar­ke­ting) sind fes­ter Bestand­teil des Online Mar­ke­ting Mix geworden.

Doch diese eher tech­ni­schen Ansätze bekom­men Kon­kur­renz. Manch ein Unter­neh­men nutzt mehr oder min­der geschickt “Social Media” um sich im Netz prä­sen­ter zu machen.

Das Prin­zip klingt erst ein­mal ein­fach. Statt die Unter­neh­mens­bil­der nur in einer Bil­der­ga­le­rie der Copo­rate Web­site zu ver­ste­cken, stellt man diese eben auch auf Flickr. Unter­neh­mens­vi­deos wan­dern auf Youtube… etc.

Das Unter­neh­men hat statt einer Seite dann meh­rere Zweigstellen,die schon ein­mal nach dem Prin­zip “Mehr Wer­be­flä­che = Höhere Wahr­neh­mung” funk­tio­nie­ren könnten.

Doch noch etwas ande­res erreicht man mit dem Enga­ge­ment auf die­sen Platt­for­men. Man stellt Inhalte nicht mehr nur exklu­siv der Fach­presse zur Ver­fü­gung, son­dern ermög­licht es auch ande­ren Inter­net­nut­zern (z.B. Blog­gern) auf das Mate­rial zuzu­grei­fen und es in ihren Kanä­len wei­ter zu verbreiten.

Aller­dings reicht es sicher nicht aus, die Bil­der aus der neu­es­ten Bro­chure auf Flickr zu laden und den alten Image­film auf Youtube. Beim Social Media Enga­ge­ment ist Dia­log gefragt - d.h. echte Men­schen und keine anonyme PR Massenbeschallung.

Dies mag den klas­si­schen Regeln von PR zuwi­der­lau­fen, denn hier gibt man Kon­trolle über die Art und Weise wie über das Unter­neh­men gespro­chen wird ab, gewinnt dafür aber im Best­fall “echte” Public Rela­ti­ons.
Also keine Kam­pa­gnen Denke, son­dern einen ech­ten Dia­log mit dem End­kun­den - abseits von gekauf­ten Akteu­ren in der Panel Group, die sta­tis­tisch reprä­sen­ta­tiv für “den Kun­den” spre­chen sollen.

Ein Wag­nis und Kul­tur­wan­del für die Unternehmen- sicher. Dass sich die­ses Wag­nis loh­nen kann zeigt mein Blo­g­ar­ti­kel “Enter­prise 2.0 auch im dt. Mit­tel­stand?”

*Den Titel die­ses Blog­bei­trags habe ich aus den Kom­men­ta­ren von Bas­tian Scher­becks Arti­kel ent­wen­det. Der Dank geht hier an  Reih­nardt Lan­ner von “Worker­son­the­field

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