Disclaimer: Dieser Artikel enthält Twitter Perlen die mir übers Wochenende zugespielt wurden.
Die verwendeten Links sind also in “Social Media” Zeitrechnung so alt, dass Sie diesen Beitrag auch getrost ausdrucken könnten.
Bernhardt Jodeleit verkündete das Ende der Publikationshoheit Er beschreibt an den Beispielen “Google Sidewiki”, Twitter Listen und mobiler Tagging Anwendungen warum aus seiner Sicht ein Paradigmenwechsel in der Kommunikation stattfindet:
All diese Themen mögen auf weniger technikaffine Zeitgenossen ein wenig freaky, oder nerdig, wie man heute sagt, wirken. All diese Themen stehen aus meiner Sicht jedoch gemeinsam für einen ungemein rapiden Wandel: Wir haben nicht mehr die Publikationshohheit, was unsere Marke betrifft. Ob Unternehmen oder Privatperson. Ob Internetseite oder realer Ort da draußen. Alles kann von jedem getaggt, mit Kommentaren versehen in einen anderen als den vom Eigentümer geplanten Kontext gebracht werden.
Eine weitere Zeitenwende beschwört ein Spiegel Interview mit Michael Schröder Mitorganisator des Marketingtags.
“Wir werden Echtzeitkommunikation lernen oder untergehen” - Schröder geht mit seiner Branche hart ins Gericht:
SPIEGEL ONLINE: Warum versiegen die Etats?
Schröder: Weil wir Kommunikationsexperten noch zu oft schlechte Arbeit machen. Wir sind zu bequem, denken zu altmodisch, beraten die Kunden falsch. Es wird wahllos Werbung auf möglichst vielen Kanälen geschaltet, um möglichst hohe Etats abzugreifen. Die Zielgruppe aber wird immer seltener erreicht. Die Möglichkeiten, Werbung zu schalten, haben sich vertausendfacht. Der Raum, in dem Kommunikation stattfindet, zerfasert, und wir Werber verlieren die Zielgruppen darin aus den Augen.
Robert E. Quinn entdeckt beim Harvard Business manager den “fundamentalen Zustand der Führungsfähigkeit” - Manager sind seiner Ansicht nach dann am Besten wenn sie sich auf ihr fundamentales Set an Werten und Normen zurückbesinnen.
Manager arbeiten dann am besten, wenn sie niemanden kopieren, sondern auf ihre eigenen fundamentalen Werte und Fähigkeiten zurückgreifen. Sie müssen in einer Gemütsverfassung handeln, die ihnen entspricht. Paradoxerweise ist das nicht ihr normaler Wesenszustand. Ich nenne es vielmehr den fundamentalen Zustand der Führungsfähigkeit.
Der SWR2 Wissen Podcast entdeckt nun ebenfalls erste “Vorboten einer freien digitalen Kultur”
Ganz gleich, ob Kunst, Kultur oder Wissenschaft - im virtuellen globalen Netzwerk des Internet wird gemeinsam an einer neuen Kultur gebaut, mit neuen Regeln und Werten.
Also alles bleibt, getreu dem Motto eines Kaffeerösters: “Jede Woche eine neue Welt”, vor allem eines: Im Fluss.
Bis nächste Woche.
