Ihre Marke und das Social Web

Social Media: Neue Her­aus­for­de­rung für Mar­ke­ting und PR Abteilungen

Als der Sport­ar­ti­kel Her­stel­ler Jako wegen einer umstrit­te­nen Abma­hung sich mit mas­si­ver Kri­tik aus dem „Netz” kon­fron­tiert sah, goss ein anony­mer Twit­ter-Nut­zer noch Öl ins Feuer. Der Twitter-Nut­zer sicherte sich den Namen Jako_DE und heizte den Kon­flikt mit angeb­li­chen Ver­öf­fent­li­chun­gen aus der Kon­zern­zen­trale noch an. In kur­zer Zeit nah­men meh­rere hun­dert Men­schen die Äuße­run­gen von Jako_DE für bare Münze und schrie­ben empörte Kom­men­tare und Blogartikel.

Die­sen und ähnlich gear­tete Vor­fälle in der Ver­gan­gen­heit möchte ich zum Anlass neh­men und hier einen klei­nen Rat­ge­ber für den Erst­kon­takt mit Social Media ver­öf­fent­li­chen.
Ergän­zun­gen und Anmer­kun­gen in den Kom­men­ta­ren sind sehr willkommen.

Anmer­kung: Das Fol­gende soll als Blau­pause für eine Kun­den­in­for­ma­tion die­nen, und trifft des­halb nicht  ganz den Ton der sonst auf die­sem und ande­ren Blogs üblich ist. (z.B. Anspra­che mit “Sie”)

Was kön­nen Sie tun, um Ihr eige­nes Unter­neh­men vor Image­schä­den zu bewahren

1. Über­prü­fen Sie, ob Ihre Mar­ken­na­men bei den gän­gi­gen Social Net­works noch ver­füg­bar sind.
Dabei ist es nicht nötig, jeden die­ser Dienste ein­zeln zu besu­chen. Ein prak­ti­scher Dienst namens namechk.com erleich­tert Ihnen die Arbeit erheblich.Auf einen Blick kön­nen sämt­li­che gän­gi­gen Social Net­works nach Ihrem Mar­ken­na­men über­prüft wer­den.
Selbst wenn einer Ihrer Mar­ken­na­men ver­ge­ben ist, gibt es kei­nen Grund zur Besorg­nis.
Viele Dienste wie z.B. Twit­ter respek­tie­ren die Mar­ken­rechte von Unter­neh­men und bie­ten unkom­pli­zierte For­mu­lare zur Wah­rung Ihrer Rechte an.

2. Beob­ach­ten Sie zumin­dest spo­ra­disch, was über Ihr Unter­neh­men geschrie­ben wird.
Eine ganze Reihe von kos­ten­lo­sen Such­diens­ten ermög­licht Ihnen, die Kom­mu­ni­ka­tion zu Ihrer Marke im Blick zu behal­ten. Zum Bei­spiel bei http://search.twitter.com kön­nen Sie nicht nur aktu­elle Tweets (Twitter-Nachrichten) nach Ihrem Mar­ken­na­men durch­su­chen, son­dern sich die Suche auch als RSS Feed abon­nie­ren und so immer auf dem Lau­fen­den blei­ben. Wei­tere Tools fin­den Sie z.B. [hier] und [hier](engl.)

Falls Sie einen umfas­sen­den Über­blick über die Kom­mu­ni­ka­tion zu Ihrer Marke und Ihren Pro­duk­ten wün­schen, bie­ten wir Ihnen dazu eine umfas­sende Ana­lyse an. Diese Unter­su­chung kann auch eine valide Basis für die Ent­schei­dung sein, ob sich für Ihr Unter­neh­men künf­tig eine akti­vere Rolle im Social Web loh­nen könnte.

3. Falls Sie etwas ent­de­cken, dass Ihrer Marke scha­den könnte

Schla­gen Sie nicht sofort den Rechts­weg ein. Das Netz bie­tet eine ganze Reihe an Bei­spie­len, bei der diese Stra­te­gie für die Unter­neh­men einen nach­tei­li­gen Effekt zur Folge hatte. In den meis­ten Fäl­len lohnt es sich zuerst das per­sön­li­che Gespräch mit dem Ver­ur­sa­cher zu suchen.

Fazit: Auch nicht Kom­mu­ni­zie­ren ist eine valide Strategie

Um es aber mit Paul Watz­la­wick zu sagen: Man kann nicht nicht kom­mu­ni­zie­ren.
Auch die stra­te­gi­sche Ent­schei­dung, sich als Marke (noch) nicht selbst in Social Media zu enga­gie­ren, kann rich­tig sein, hat aber bereits Aus­wir­kun­gen auf ihre Wahr­neh­mung bei bestimm­ten Ziel­grup­pen. In jedem Fall erscheint es aber rat­sam, dafür zu sor­gen, dass nicht irgend­je­mand die Stimme in Ihrem Namen erhebt.

4 Kommentare zum Artikel

  1. Jeannine sagt:

    Ver­gan­gene Woche ver­öf­fent­lichte der Bun­des­ver­band Digi­ta­ler Wirt­schaft (BVDW) e.V. einen “Social Media Code of Ethics”. Sechs Werte - Respekt, Sach­lich­keit, Erreich­bar­keit, Glaub­wür­dig­keit, Ehr­lich­keit und Recht - sol­len PR- und Mar­ke­ting­ab­tei­lun­gen von Unter­neh­men hel­fen sich im Netz gegen­über Nut­zern und Kun­den rich­tig zu ver­hal­ten. Es lohnt ein Blick auf die Web­site des BVWD.

  2. Habe den Text um eine Anmer­kung ergänzt, die klar stellt, dass die­ser Blog­bei­trag als Blau­pause für eine Kun­den­in­for­ma­tion die­nen soll.
    Die Tona­li­tät “Sie” “Ihre Marke” hatte für Ver­wir­rung gesorgt.

  3. […] Kol­lege Tobias Hurrle hat vor kur­zem den Blog­post „Ihre Marke und das Social Web” ver­fasst. Ich nenne es ein klei­nes Start­er­kit für Social Media Begin­ner. Sind sie noch nicht im […]

  4. […] Kol­lege Tobias Hurrle hat vor kur­zem den Blog­post „Ihre Marke und das Social Web” ver­fasst. Ich nenne es ein klei­nes Start­er­kit für Social Media Begin­ner. Sind sie noch nicht im […]

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