Magazine und Zukunft?
Für die Leser des Blogs “magazinedeathpool.com” muss das wie ein Widerspruch klingen.
Das Blog listet Woche für Woche in zynischer Manier alle verstorbenen Magazine auf.
Die Printbranche ringt um valides digitales Geschäftsmodell und hat mit Google den Sündenbock für die kostenlos Mentalität im Netz schon ausgemacht.
Und doch gibt es einen Silberstreif am Horizont: Tablet PC’s.
Wird sich die Geschichte vom “weißen Ritter Apple” wiederholen?
Wir erinnern uns an 2003:
Die Musikindustrie sieht sich der Bedrohung durch Filesharing Dienste gegenüber.
Sie reagiert mit restriktiven Maßnamen. Gesetze werden mittels Lobbyarbeit verschärft, Tauschbörsennutzer kriminalisiert und digitale Musik mit restriktivem Sicherungsmechanismen versehen (DRM). Diese machen dem Nutzer von legal erworbener Musik das Leben schwer und trieb ihn erst Recht auf die Filesharingplattformen.
Statt die Chancen der digitalen Welt zu sehen, versuchte man verzweifelt das profitable Geschäftsmodell des Albenverkaufs zu retten.
Und dann? Dann kam Apple. Der iPod und der iTunes Store revolutionierten die Branche. Musik über das Internet zu kaufen war mit einem Schlag Massentauglich geworden. Mit einem revolutionären Endgerät und den neuen Preismodellen des iTunes Store “99 cent für jeden Song” schaffte Apple Tatsachen. Heute dominiert damit ein ehemals Branchenfremder den Onlineabverkauf von Musik.
Was das alles mit Magazinen zu tun hat?
Ich denke, dass dem Magazin ein ähnliches Comeback ins Haus steht-
Geräte wie das iPad versprechen nichts weniger als der Katalysator für die Medienkonvergenz zu werden, der seit Jahren überfällig ist.
Und so gehört die Zukunft dem modernen Magazin. Dem Magazin, das sich das Beste aus allen Welten zu Nutze macht.
Das Ende der Grabenkämpfe zwischen “Old und New (Social-) Media” steht bevor.
Hochwertiger redaktioneller Text für die Information, Video für die Emotion, Social Media Integration und weiterführende Links für den dynamischen Kontext eines Artikels.
So stelle ich mir das moderne Magazin vor:
Ein kleines werbliches Schmankerl sei mir an dieser Stelle gestattet:
Das von uns konzipierte MR Reinhausen Magazin ON·LOAD verknüpft bereits heute geschickt Print und Online
und ist dafür beim Best of Corporate Publishing Award 2010 in der Kategorie “Best of Crossmedia” auf der Shortlist zu finden.
Nebenbei bemerkt: Dank Verzicht auf Flash ist es auch noch voll iPad kompatibel…

