fand am 1. und 2. Dezember in Ludwigsburg statt. Lingner war dort mit einem kleinen Messestand und Ritter “Götz von Berlichungen” (s.u.) vertreten. Wir präsentierten das Projekt “StädtRegion Aachen” und unser Beratungsmodell “Zukunftskommunikation”.
Aus den besuchten Panels konnte man einiges an Wissen ins Gepäck schnüren. So erklärte Prof. Hubert Wandjo (Popakademie Baden-Württemberg), dass der Begriff “Viral Marketing” bereits 1998 buzzword of the year war - was viele im Plenum dann doch erstaunte. Nicht neu war die Aussage, dass sich die klassische Werbung seit einiger Zeit im Umbruch befindet, nur rund 2 % der Botschaften empfängt der Konsument noch. Folglich geht es in Zukunft um das immer knappere Gut AUFMERKSAMKEIT. Und Unternehmen finden zunehmend Gefallen an der Vorstellung ihre Botschaften und Markenkerne epidemisch zu verbreiten – à la “mobile to mobile”. Damit “Virales Marketing” auch gelingt, muss man allerdings die Zielgruppe genau kennen und die Kultur des Mediums verstehen.
In Zukunft werden Konsumenten ihre Kaufentscheidungen nach den Empfehlungen, Tipps und Hinweisen ihrer realen Freunde und virtuellen Bekanntschaften richten. Soziale Netzwerke werden daher für viele zur vertrauenswürdigen Quelle für ausgewählte Informationen. Sie dienen als Grundlage für spätere Kaufimpulse.
Dass Soziale Netzwerke für die Kommunikation immer wichtiger werden, bewies auch die Auswertung der neuen JIM-Studie 2009. Gerade Jugendliche kommunizieren hauptsächlich (70 %) über Soziale Netzwerke, so Thomas Rathgeb von der LFK.
Dominik Kuhn stellte seinen viralen Werkzeugkasten vor, der sechs Neuro-Trigger enthält, die einen Menschen emotional anstecken und diesen willig machen die Botschaften eines Mediums mit seinem sozialen Umfeld zu teilen. Diese Neuro-Trigger richten sich in erster Linie an das limbische System im Gehirn, den älteren Teil des Gehirns. Hier sind das Unterbewusstsein, die Triebe und die Emotionen zu Hause.
Die sechs stärksten Neuro-Trigger:
1. Schock - der Konsument fühlt mit
2. Humor - “beauty is nothing without a brain”
3. Sex - Kindersicherung
4. Mysthizismus - urban legends
5. Fremdscham - ohne Worte
6. Vertrauen
Virale Kampagnen werden auch in Zukunft Teil des Kommunikationsmixes bleiben. Im Vergleich zu vor fünf Jahren wird es allerdings schwer heutzutage ohne entsprechende Seeding-Agentur einen Millionenklick auf ein Video zu bekommen. Das würde einem Sechser im Lotto gleichkommen, meinte Kuhn.
Für die Zukunft wird virale Werbung ein probates Mittel bleiben, auf das Kunden auch reagieren können. Werbung ist schon lange keine Einbahnstraße mehr. Der Konsument kommuniziert, auf Plattformen oder Foren oder Twitter - das muss Unternehmen bewusst sein - schon lange mit.



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