22 April 2016 Claudia Kirsch

Rückblick nextcc: Globaler Social Media Strategieprozess bei QIAGEN

Nachdem wir im vergangenen Jahr auf der nextcc gemeinsam mit Sirona Dental über Social Media Marketing in der Dentalbranche gesprochen haben, ging es bei unserem aktuellen Vortrag mit QIAGEN darum, wie Social Media die digitale Transformation eines global agierenden B2B Weltmarktführers vorantreiben kann.

nextcc: Von digitalen Strategien über IOT bis Future Workplace

Die nextcc versteht sich als Fachkonferenz für Social Media und Digital Business. Prof. Dr. Alexander Rossmann (Leiter des Research Lab for Digital Business) hinterfragte in seiner Eröffnungskeynote, ob Europa ein digitales Entwicklungsland sei. Sein Fazit: Viele Unternehmen sollten sich stärker mit der Digitalisierung auseinandersetzen. Gleichzeitig gäbe es aber auch eine beträchtliche Anzahl an Unternehmen, die national wie international vorbildlich aufgestellt wären.

Zur zweiten Gruppe gehört auch der Biotech-Konzern QIAGEN. Seit Mitte 2015 arbeiten wir gemeinsam daran, dass Social Media in allen Unternehmensbereichen zur Wertschöpfung beiträgt. Welche Prozesse dafür erforderlich sind, haben Nemo Tronnier, Senior Berater bei LINGNER.COM, und Dr. Thomas Theuringer, Senior Director Public Relations & Digital Communications bei QIAGEN, im Rahmen der Konferenz detailliert geschildert.

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Digitalisierung revolutioniert auch Biotech-Branche

Zunächst zeigte Dr. Thomas Theuringer die Relevanz des globalen Social Media Strategieprozesses auf. Wie in anderen Branchen verändert die Digitalisierung auch im Healthcare und Life Science-Bereich die Erwartungshaltung und das Verhalten der Stakeholder; Unternehmen müssen ihr Angebot entsprechend anpassen.

Was sind die hauptsächlichen Treiber der digitalen Transformation bei QIAGEN?

  • Die steigende Bedeutung von eCommerce im B2B Umfeld
  • Eine sich verändernde (Unternehmens-)Kultur
  • Das Potenzial von Social Media zur Erreichung interner und externer Unternehmensziele

Dr. Thomas Theuringer erklärte, dass eine Social Media-Strategie bei QIAGEN hohe Ansprüche erfüllen muss. Dafür sind zum einen interne Faktoren verantwortlich, wie etwa die diversifizierte Organisationsstruktur und das erklärungsbedürftige Produktportfolio. Zum anderen spielen externe Einflüsse eine wichtige Rolle. So unterliegt die Kommunikation im medizintechnischen und börsenrechtlichen Umfeld in den USA und Deutschland starken Regularien. Diese Beschränkungen innerhalb der Social Media Strategie zu berücksichtigen und dennoch flexibel und schnell zu bleiben, war eine der großen Herausforderungen des Projektes.

Strategieprozess wird individuell an Kundenbedürfnisse angepasst

Nemo Tronnier beschrieb das strategische Vorgehen von LINGNER.COM deshalb im Anschluss sehr genau: „Wir haben den Social Media Strategieprozess speziell für die Anforderungen von internationalen B2B Unternehmen entwickelt und in verschiedenen internationalen Projekten erfolgreich angewendet. Je nach Anforderungen und Gegebenheiten passen wir den Prozess individuell an und entwickeln ihn gemeinsam mit dem Kunden weiter.“

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Zu den zentralen Bestandteilen des Strategieprozesses für QIAGEN gehörte die Social Media Policy, in der auf einer übergeordneten Ebene zunächst die strategischen Parameter für die Social Media Maßnahmen definiert wurden. Anschließend wurden Policy und Framework mit Blick auf die globale Corporate-Ebene operativ mit Leben gefüllt. Hier wurden beispielsweise Kanäle vereinheitlicht, Content erarbeitet und erste Pilotprojekte und Kampagnen durchgeführt. Auch für untergeordnete Absender, wie die einzelnen Länder oder Töchter-Firmen von QIAGEN, wurden passende Strategien erstellt. Dem gesamten Prozess lag ein agiler Workflow zugrunde.

Agiler Workflow integriert Entscheider

Nach den Erläuterungen zum Strategieprozess beschrieben Dr. Thomas Theuringer und Nemo Tronnier, wie sie den Erfolg des Projektes sicherstellten. „Es war entscheidend, dass wir unsere nationalen wie internationalen Stakeholder bereits während der Strategieausarbeitung integriert haben. Durch Workshops, Umfragen und Feedbackschleifen konnten wir uns Unterstützung auf breiter Ebene sichern“, schilderte Dr. Thomas Theuringer.

nextcc QIAGEN Social Media Strategie

 

Er empfiehlt Kommunikationen ausreichend Zeit und Unterstützung zu gewähren, um sich neue Prozesse anzueignen. Und auch die Bedeutung von Pilotprojekten dürfe man nicht unterschätzen: Sie dienten nicht nur dazu, Ideen und Maßnahmen zu testen. Durch ihre positiven Ergebnisse konnten Zweifler nachhaltig überzeugt werden.

Mittlerweile nehmen Social Media Maßnahmen bei QIAGEN in allen Bereichen einen immer höheren Stellenwert ein und helfen dabei, die digitale Transformation des Biotech-Konzerns voranzutreiben. Die ausführliche Diskussion im Anschluss an die Präsentation zeigte, dass wir mit dem Thema beim Publikum einen Nerv getroffen haben.

Rückblick nextcc: Social Media Strategieprozess bei QIAGEN

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