31 März 2014 LINGNER.COM

Serie: AllFacebook Marketing Conference
Ein Rückblick in circa 12 Akten

Auch dieses Mal waren wir am 25. März auf der AllFacebook Marketing Conference in München und haben uns über die Neuigkeiten rund um das Thema Facebook informiert. Anders als bei den letzten Malen, erwartete uns ein noch umfangreiches Programm mit insgesamt 24 Vorträgen und drei Workshops in verschiedenen Räumen. Das haben wir zum Anlass genommen, euch die Ergebnisse der von uns besuchten Vorträge (sorry, wir haben zwar alles gegeben, aber jeden einzelnen Vortrag konnten wir uns leider nicht anhören) in den nächsten Wochen in Form einer Blog-Reihe zu präsentieren.

Teil 1: The next Level – Wie TV von Social Media als Leitmedium für Unternehmen abgelöst wird. (F. Scott Woods – Facebook, Country Director DACH)

Der Auftakt zur AllFacebook Marketing Conference war Scott Woods, dem Country Director DACH von Facebook vorbehalten. Seine „These“: Social Media wird TV als Leitmedium in Unternehmen ablösen. Zum Einstieg gab es eine kleine Rückblende, wie sich Facebook und das Marketing auf Facebook über die Jahre weiterentwickelt hat: In der ersten Phase fragten sich Unternehmen noch, wie ihre Community im Social Web reagiert und wie sie selbst als Unternehmen reagieren. In Phase 2 wurde dann genauer hingeschaut und man versuchte, genau die Personen zu identifizieren, die positiv über das Unternehmen sprechen. Das war dann auch der Punkt, an dem man bemerkte, dass es nicht auf die Anzahl der Fans ankommt, sondern vielmehr darauf, welche Fans das sind und was sie für das Unternehmen tun können. Momentan befinden wir uns in der dritten Phase: Auch die Entscheider in Unternehmen erkennen die Relevanz von Social Media.

AllFacebook Marketing Conference

Sie erkennen die Relevanz, klar. Aber warum sind sie trotzdem oftmals noch skeptisch?
Die Entscheider fragen sich, ob es sich überhaupt lohnt, Zeit und vor allem Geld in Facebook & Co. zu investieren, um eventuell nur einen kleinen Teil der Zielgruppe zu erreichen. Zudem stellt sich die Frage: Erreicht man mit Social Media seine Business- und Marketingziele? Scott ist der Meinung, dass hier sind die vier Säulen für eine gute Marketingkampagne zu beachten sind: Eine richtige Zielgruppe (1), die richtigen Inhalte für die Zielgruppe sowie für die Marketingziele (2), die Distribution (3) und zu guter Letzt die Erfolgsmessung (4).

AllFacebook Marketing Conference

Was heißt das für die konkrete Umsetzung?
Das heißt, dass auf Facebook & Co. nicht unbedingt der Fangedanke, sondern vielmehr der Marketinggedanke im Vordergrund stehen sollte und überlegt werden sollte, was meine Business-Challenge ist und wen ich erreichen will. Und man sollte sich die Frage stellen, wie Facebook hier unterstützen kann.

Und wie steht es nun um TV und Co?
Der Erfolg gibt Social Media Recht. Im Vergleich können es die sozialen Netzwerke mittlerweile mit anderen Medien aufnehmen. Seit das Fernsehen in den 60er Jahren das Radio überholt hat, galt es als unangefochtener Spitzenreiter. 2013 dann ein weiterer Meilenstein: Digital überholt TV in der Zeitnutzung. Kein Wunder, User sind im Durchschnitt 14 Mal am Tag allein auf Facebook. Und auch die mobile Nutzung entwickelt sich rasant und wird wohl auch bald die TV-Nutzungszeit übersteigen (Hintergrundinfos zu „The mobile Revolution“ by Facebook for business).

In der nachfolgenden Diskussion gab es Raum für Fragen. Was gab es zu hören?
Scott hielt seine Keynote bewusst kurz, um genug Zeit für Fragen zu zulassen. Natürlich war die wichtigste Frage, die zur organischen Reichweite. Auf diese Frage konnte Scott eine klare Antwort geben: Die organische Reichweite auf Facebook wird sich nicht mehr verbessern, sondern noch weiter zurück gehen. Diese Tatsache ist durch die steigende Vernetzung eines Facebook-Users begründet. Facebook könnten bei jedem Aufruf des Newsfeeds 1.500 Stories anzeigen. Hier versucht Facebook für den User relevante bzw. die relevantesten Stories auszuliefern.

Eine weitere interessante Aussage von Scott gab es zum Thema Apps. Mit dem neuen Layout für Facebook Pages bekommen die Facebook-Apps kaum mehr Gewicht. Nach Aussage von Scott sieht sich Facebook nicht als mobile Plattform für das Thema Apps. Hier seien iOS und Android entscheidend darüber, welche Apps sich ein Nutzer installiert. Wichtig sei für Facebook aber, dass die Apps Facebook-enabled (Facebook-Login, Sharing) sind, wie z.B. Spotify oder andere. Zum Thema Ads wurde „versprochen“, dass nicht zu viele Ads im Newsfeed beim User erscheinen sollen und die Qualität der Ads auch möglichst hochgehalten werden soll. Auf Instagram, welches ja auch Facebook gehört, laufen momentan in den USA erste Versuche, um Werbung zu testen, hier wird es sich aber nur um visuelle Werbung handeln. Gute Nachrichten übrigens auch für alle WhatsApp Fans: Der Messenger soll (Stand heute) nicht als Marketingplattform genutzt werden!

Rainer puts it in a nutshell:
Facebook ist ein Massenmedium. Marketing bzw. Reichweite auf Facebook kostet Geld. Der Ansatz mobile First wird im Marketing im wichtiger bzw. essentiell werden. Facebook-Marketing braucht keine Ziele – Marketing-Ziele brauchen Facebook.

Alle Bilder zur Konferenz gibt es hier auf unserer Facebook-Seite.

Aktuell steht die Präsentation von Scott auf dem AllFacebook Slideshare Kanal noch nicht zur Verfügung.

 

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