13 Januar 2015 LINGNER.COM

Neu bei LINGNER.COM – Fabian Borst über Videocontent und wie B2B-Unternehmen ihn optimal nutzen können

Fabian Borst // Bewegtbild bei LINGNER.COM

Bewegtbild boomt! Spätestens seit dem vergangenen Jahr erkennen auch B2B-Unternehmen die zunehmende Wichtigkeit von Video Content im Social Web.

Mit Fabian Borst (F.B.) baut das LINGNER.COM – Team seine Expertise im Bewegtbildbereich aus und unser Bewegtbildexperte Chris Laurin erhält tatkräftige Unterstützung.

Der 27-jährige aus Stuttgart erzählt im Interview mit Isabell Baumgart (I.B.), wie man es schafft, Unternehmensfilme zielgruppengerecht und emotional zu konzipieren und welche Rolle Videocontent im Social Web spielt.

In seiner Freizeit spielt Fabian Gitarre, schreibt Songs und klettert gerne.

Neu bei LINGNER.COM – Fabian Borst über Videocontent und wie B2B-Unternehmen ihn optimal nutzen können

I.B.: Von „Irgendwas mit Medien“ zum Bewegtbildexperten. Welche Stationen hast du während deines Studiums durchlaufen?

F.B.: Angefangen hat alles mit meinem Bachelorstudium „Medien- und Informationswesen“ an der Hochschule Offenburg – irgendwas mit Medien halt! Dabei handelte es sich um ein interdisziplinäres Studium mit den Schwerpunkten Mediengestaltung, Medienwirtschaft, Medieninformatik und  -technik. Schon in den Anfängen meines Studiums wusste ich, dass mich die Filmthematik am meisten interessiert, also habe ich mich auf audiovisuelle Konzeption und den Schwerpunkt Film spezialisiert.

 

I.B.: Mit deinem Masterstudium hast du dich dann weiter auf die Filmgestaltung spezialisiert. In deiner Masterthesis hast du die „Emotionalität im imagebildenden Unternehmensfilm“ untersucht. Worum ging es?

F.B.: An der Hochschule der Medien in Stuttgart konnte ich mit dem Studiengang „Elektronische Medien“ mit Schwerpunkten in Mediengestaltung und Unternehmenskommunikation mein Wissen ausbauen und meine Thesis in Kooperation mit der AV Medien Film und Fernsehen GmbH schreiben. Darin ging es um das Thema Bewegtbild für B2B-Unternehmen und das kontrovers diskutierte Thema: Wie viel Emotion darf in ein Unternehmensvideo und wie viel Information muss darin stecken.

 

I.B.: Was hast du dabei herausgefunden?

F.B.: Während der Recherche, wie sich B2B Unternehmen (vor allem aus dem Raum Baden-Württemberg (Anm.d.Red.)) im Web präsentieren, bin ich auf die unterschiedlichsten Formate gestoßen: klassische Unternehmensportraits, Employer Branding Filme, kleine virale Sports bis hin zum Historienfilm. Auffällig dabei war, dass viele Filme sehr aufwändig produziert wurden, die Klickzahlen jedoch oftmals sehr gering waren. Hier stellt sich dann die Frage, ob sich der Aufwand und der Invest dafür wirklich gelohnt hat. 

Bei der Untersuchung hat sich interessanterweise gezeigt, dass Unternehmen mit emotionalen Bewegtbildinhalten deutlich zufriedener mit der Zielerreichung ihrer Filme waren, als solche mit rein rationalen Inhalten.

 

I.B.: Wie muss ein gutes Unternehmensvideo sein, um Erfolg im Web zu haben?

F.B.: Für B2B sowie für B2C gilt: Ein Film, der die innere Haltung des Unternehmens spürbar macht und Unternehmenswerte emotional vermittelt, wird eher von der Zielgruppe angenommen und stößt auf Interesse. Ein authentischer Film verkörpert diese Werte sowohl im Inhalt, als auch in der Machart des Videos. Das ist die größte Herausforderung!

 

I.B.: Du hast dafür ein Emotionalitätsmodell entworfen. Was kann man sich darunter vorstellen?

F.B.: Das Modell integriert die vier wichtigsten Punkte für einen gelungenen Video-Inhalt: Der Inhalt muss relevant für die jeweilige Zielgruppe sein, authentisch sein, gemeinsame Werte mit der Zielgruppe teilen und die innere Haltung des Unternehmens wiederspiegeln. Abhängig von der jeweiligen Botschaft, die transportiert werden soll, wird dann das Konzept ausgerichtet. Dafür ist es nicht nur wichtig, seine Zielgruppe zu kennen, sondern auch den Kunden genau zu kennen und zu erspüren, welche Botschaft vermittelt werden soll. Auf Basis dieser Punkte werden dann Ideen für das Filmkonzept entwickelt. 

 

I.B.: Warum hast du dich für den Bewegtbildbereich entschieden?

F.B.: Für mich war das gestalterische Arbeiten der wichtigste Punkt. Beim Bewegtbild kann die Kombination aus Bild und Ton so emotional auf Menschen wirken wie sonst kein anderes Medium. Das fasziniert mich!

 

I.B.: Bewegtbild ist ein breites Feld. Welches ist dein Lieblingsgebiet?

F.B.: Am spannendsten ist für mich die Konzeptionsphase. Aber auch die Begleitung des kompletten Entstehungsprozesses macht mir Spaß. Zu sehen wie z.B. in der Postproduktion der Film tatsächlich entsteht ist ein tolles Gefühl. 

Auch der Austausch mit dem Kunden ist für mich immer wieder spannend.

 

I.B.: Warum wird Videocontent immer wichtiger für Unternehmen?

F.B.: Mit Social Media ist es zwar möglich, Nähe zu Kunden, Mitarbeitern und anderen Personen aufzubauen, jedoch schafft man es durch Bewegtbild diese Nähe auf eine besondere, persönliche und authentische Ebene zu bringen. Zudem nimmt die Informationsflut in den sozialen Medien zu. Mit dem richtigen Videocontent kann man sich aus der Masse positiv abheben. 

 

I.B.: Welche Rolle spielt Videocontent für den Employer Branding Bereich?

F.B.: Durch authentische Videos kann man potenziellen Mitarbeitern Schwellenängste nehmen, indem man einen Unternehmenseinblick gibt und schon einmal zeigt, was und wer einen im Unternehmen erwartet.

 

I.B.: Wie sieht dein Aufgabenbereich bei LINGNER.COM aus?

F.B.: Ich werde den Bewegtbildbereich vor allem konzeptionell unterstützen und meine bisherigen Erfahrungen einsetzen, um unsere Kunden kompetent zum Thema Video zu beraten.

 

I.B.: Wie kannst du deine Erfahrung einbringen?

F.B.: Ich habe ein gutes Gespür dafür, welche Art von Film für ein Unternehmen funktioniert und welche nicht. Dadurch kann ich unsere Kunden kompetent beraten und ihnen das Passende für ihre Zwecke anbieten.

 

I.B.: Welche Ziele hast du dir für die neue Aufgabe gesetzt?

F.B.: Jeder neue Job bringt eine neue Herausforderung mit sich. Deshalb freue ich mich darauf, meine Erfahrungen auszubauen und mein Wissen mit einzubringen und noch mehr Einblicke in die Kundenbetreuung und das strategische Vorgehen im Projekt zu erhalten.

 

I.B.: Was macht LINGNER.COM für dich als Arbeitgeber attraktiv?

F.B.: Mich hat ganz klar die Art, wie bei LINGNER.COM gearbeitet wird überzeugt: Viele Kunden werden schon über Jahre hinweg kompetent und vor allem ehrlich beraten und es sind nachhaltige Kundenbeziehungen entstanden. Das zeigt mir, dass bei Lingner die Zusammenarbeit zwischen Kollegen und auch Kunden auf Vertrauen basiert. Zudem finde ich das B2B-Kundenportfolio sehr interessant, es passt gut zu meinem Profil. Unschlagbar ist natürlich der tolle Arbeitsplatz in der Villa direkt am Neckar! 

 

I.B.: Kannst du bereits ein erstes Resümee ziehen?

F.B.: Mir gefällt das positive Arbeitsambiente, das freundliche Team und der offene Umgang in der Agentur. Meine ersten Projekte hören sich spannend an – Ich bin bereit.

 

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